Anwaltsgebühren

Anwälte kosten Geld. Gleichwohl ist uns in Ihrem Interesse an einer größtmöglichen Transparenz gelegen. Deshalb sprechen Sie mich doch einfach an, welche Kosten in Ihrem Fall konkret zu erwarten sind.

Es gibt drei Konstellationen:

    1. Sie haben eine Rechtsschutzversicherung
    2. Sie haben keine Rechtsschutzversicherung, aber Anspruch auf Beratungshilfe/Prozesskostenhilfe, weil sie Geringverdiener sind oder Hartz IV beziehen
    3. Sie haben weder eine Rechtsschutzversicherung noch Anspruch auf Beratungshilfe/Prozesskostenhilfe

Zu 1. wäre erst zu klären, ob eine Rechtsschutzversicherung den konkreten Fall ganz (gegebenenfalls unter Abzug einer Selbstbeteiligung), teilweise oder ab einem bestimmten Prozessstadium (z.B. Klage) übernimmt. Dies können Sie selbst mit Ihrer Rechtsschutzversicherung vor einem Besuch abklären. Wir übernehmen zwar gerne als Service die Korrespondenz mit Ihrer Rechtsschutzversicherung, es können aber bereits Anwaltsgebühren vorher angefallen sein. Gerne bringen Sie auch Ihren Versicherungsschein zu Ihrem Termin bei mir mit.

Erhalten Sie eine Rechtsschutzdeckung, können Sie sich zurücklehnen: Der Prozess/die außergerichtliche Vertretung bedingt damit in der Regel keine weitere Kostenfolge für Sie (soweit sich aus Ihrem Versicherungsvertrag sich nichts anderes, z.B. bezüglich Fahrtkosten, Abwesenheitsgelder, Selbstbeteiligung ergibt), insbesondere werden auch Kosten der Gegenseite im Prozess, Zeugenkosten, Sachverständigenkosten übernommen.

Zu 2. wären die Voraussetzungen für PKH/Beratungshilfe zu klären. Wir können hier nur grobe Aussagen tätigen, es entscheidet das Gericht bzw. ein Rechtspfleger. Gleichwohl heisst Beratungshilfe/Prozesskostenhilfe/Verfahrenskostenhilfe (im Familienrecht) nicht, dass Sie kein Kostenrisiko tragen. Denn die Kosten eines gegnerischen Anwalts werden von Ihrer PKH-/VKH-Gewährung nicht gedeckt. Bei Beratungsscheinen haben Sie zudem idR. 10.00 EUR selbst zu tragen.
Beratungshilfe/Prozesskostenhilfe erhalten idR. alle Bezieher von Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) oder von Sozialhilfe/Grundsicherungsrenten. Gegebenenfalls müssen Sie Raten auf die Prozesskostenhilfe erbringen. Sie erhalten Prozesskostenhilfe nur dann, wenn Ihre Rechtsverteidigung Aussicht auf Erfolg hat und das eigene Vorgehen nicht mutwillig (wider besseres Wissen) ist.

Zu 3.: Sie tragen (insbesondere als Unternehmer) das volle Kostenrisiko für Ihre eigene Rechtsvertretung, aber auch für Gerichtskosten, Sachverständigenkosten, gegnerische Kosten.

Es gibt auch noch die Möglichkeit der Prozessfinanzierer: Dabei bezahlen Versicherungen Ihren Anwalt, erhalten im Obsiegensfall aber eine Beteiligung. Diese Form der Finanzierung ist nur bei hohen Streitwerten möglich – sprechen Sie uns hierauf an.

Höhe der Kosten:
Je nach Rechtsbereich sind diese unterschiedlich. Im Zivilrecht und Verwaltungsrecht sind die Gebühren streitwertabhängig, im Strafrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht und Sozialrecht sind die Gebühren als Betragsrahmengebühren quasi Festbeträge, die in einem Rahmen je nach Umfang und Schwierigkeit der Tätigkeit variieren können.
Rufen Sie uns doch einfach vorher an, wir sagen Ihnen gerne die voraussichtlichen Kosten vor einer Beratung oder Vertretung.
Bei einer reinen Beratung sind – mit Ausnahme von Beratungshilfe (sog. Beratungsscheinen) – Gebührenvereinbarungen auf Stundenhonorarbasis möglich. Fragen Sie mich einfach vorher.
Beratungshilfemandate sind in meinem Hause ebenso willkommen wie andere Mandate. Bei mir gibt es keine Mandanten zweiter Klasse.

Für eine erste Orientierung können Sie hier eine Berechnung von möglichen Kosten vornehmen – gerne sage ich Ihnen aber auch, welche Kosten für welches Verfahren auf Sie zukommen werden. Kontaktieren Sie mich doch einfach.

Ach ja, das Unvermeidliche im Internet: Seriöser Rechtsrat kostet – unsere Zeit, Ihre Zeit – und auch Geld. Kostenlose Rechtsauskünfte sind uns daher grundsätzlich nicht möglich.

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